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Wiederaufnahmeproben zu »Die verlorenen Schritte«, Teil 1

Heute gibt es einen exklusiven Blick hinter die Türen des Ballettsaals: Angesetzt ist eine Soloprobe von Gonzalo Galgueras Ballett »Die verlorenen Schritte«! Das derzeitige Ensemble muss das Ballett einstudieren, denn bis auf die zwei Solisten Veronika Zemlyakova (die Stadtfrau) und Kirill Sofronov (der Suchende) und Anastasia Gavrilenkova und Pavel Kuzmin (Indianische Menschen), haben die Tänzerinnen und Tänzer des Balletts Magdeburg das Stück noch nie getanzt. Das heißt, sie müssen alle Schritte innerhalb von nur zwei Probenwochen vollkommen neu einstudieren.

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1. Du bist nach einem Sinfoniekonzert in der Spielzeit 2008/2009 zum zweiten Mal in Magdeburg. Diesmal mit einer Operneinstudierung: dem „Werther“ von Jules Massenet. Wie gefällt dir die Stadt?

Es gefällt mir hier sehr gut. Die Leute sind sehr, sehr nett und es hat sich sehr viel in der Stadt getan. Ich war schon einmal vor der Wende hier und ich finde die Verbindung zwischen dem Alten und dem Neuen in der Stadt sehr gelungen. Kultur spielt hier eine wichtige Rolle und Kultur kann auch den wirtschaftlichen Aufschwung einer Region befördern. Das scheint hier sehr gelungen.

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Weshalb gehe ich ins Theater?  Auf den ersten Blick scheint das ganz klar, als Professorin für Gesang sollte ich mich für das Musiktheater interessieren. Stimmt, vor allem freue ich mich immer,  ehemalige Studierende des bis vor kurzem in Magdeburg existierenden Institutes für Musik der Otto-von Guericke-Universität Magdeburg auf der Bühne zu sehen.

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Jules Massenets Oper »Werther« legt Zeugnis ab von der französischen Goethe-Begeisterung Ende des 19. Jahrhunderts, die eine enge Verbindung mit der Bewunderung für den anderen deutschen Titanen – Richard Wagner – eingegangen war. Goethe durch die französische »Wagnérisme«-Brille gesehen – da schauderte es manchen Gralshüter der deutschen Klassik. Doch ein Blick von außen schärft gemeinhin das Verständnis für die eigene Kultur. Und Massenet ist es wunderbar gelungen, das romantisch-schwärmerische Grundgefühl des berühmten Briefromans in schwelgerischen Melodien eines »Drame lyrique« zu übersetzen. Und auch das junge internationale Ensemble, das in Magdeburg die Oper inszenieren und singen wird, hat sich zwischen England, Brasilien, Kanada, der Türkei und der Schweiz mit dem großen deutschen Dichterfürsten beschäftigt:

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Am 1. Dezember hat Generalmusikdirektor Kimbo Ishii-Eto seine Stelle am Theater Magdeburg angetreten.

Zum Auftakt hat er am 9. und 10. Dezember 2010 das 4. Sinfoniekonzert mit Werken von Mozart und Wagner dirigiert. Ferner obliegt ihm die Wiederaufnahme von Mozarts „Zauberflöte“ am 22. Dezember und er lädt am 1. Januar mit der Magdeburgischen Philharmonie zur festlichen Begrüßung des Neuen Jahres mit beschwingten Wiener Melodien. Seine erste Magdeburger Opernpremiere ist „Lucia di Lammermoor“ in der Inszenierung von Generalintendantin Karen Stone am 26. März 2011.

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