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TheMa ist Thema – Stimmen für das Theater Magdeburg

21. April 2011 von Theater Magdeburg

Otto geht später ins Bett, weil er gern ins Theater geht. Und ich gehe gerne ins Theater weil … dort der Puls der Zeit schlägt. Magdeburg ohne Theater wäre … wie Paris ohne Eiffelturm und ich finde die Bewerbung zur Kulturhauptstadt eine tolle Idee weil … Magdeburg sich selbstbewusster zeigen darf.
Michel Redlich, Vorsitzender Freundeskreis Schauspiel

Das Theater Magdeburg ist gut, weil es verschiedenartigste Leute zusammenbringt, die zusammen immer etwas Neues zustande bringen, auf der großen Bühne und im Jugendclub. Es klatscht den Menschen auf absurde Farbenspiele. Was wäre, wenn? Wie wäre was? Wo wären wir? Das Theater belehrt und bewegt sich dabei auf persönlichen und privaten Sphären. Es entsteht keine Glaswand zwischen Zuschauer und Bühne, so konfrontiert es direkt. Das ist wichtig, weil man dem Thema so näher kommen kann. Theater ist also nicht nur gut, sondern auch ein Medium besonderer Bedeutung und damit nicht wegdenkbar beziehungsweise nicht wegdrückbar.
Caspar Weimann, Mitglied des Theaterjugendclub

“Ohne das Theater Magdeburg würde meine Wahlheimat drastisch an Lebensqualität verlieren. Eine interdisziplinäre Theaterlandschaft wie diese ist für eine Landeshauptstadt  unabdingbar.”
Cornelia Muhl-Hünicke Abteilungsleiterin Marketing mvb

“Ohne das Theater Magdeburg wäre eine Bewerbung Magdeburgs als Kulturhaupstadt, die für den Imagezugewinn der Stadt  immens wichtig ist, nicht denkbar. Theater bedeutet für mich Freiheit, Kreativität und Genuss. Als Marketingverantwortliche des größten Hotels der Stadt ist für mich Theater unerläßlich für den Zugewinn neuer Gäste.
Gabriele Discher Direktorin Verkauf &Marketing MARITIM Hotel Magdeburg

Das Theater Magdeburg ist in meinen Augen Kreativität, Farbe und Leben, eine Insel der qualitativen Kultur in einer Stadt, die sich Fremden gegenüber oft anspruchslos, öde und menschenleer zeigt. Innovation und Kunst bietet das hiesige Theater auf einem Niveau an, das das Haus europaweit in die obere Reihe des Kulturschaffens eingliedert. Neben einem abwechslungsreichen Theaterprogramm werden hier Menschen ver- und dauerhaft an die Kunst gebunden: Mitmachen, der Dialog zwischen Generationen, ja sogar zwischen gesellschaftlichen Schichten sind unter anderem die Programmziele, die das Theater in dieser Stadt einzigartig machen.
Ágnes Simon (Kulturmanagerin, Doktorandin an der OvGU aus Rumänien)

„Das Theater Magdeburg bedeutet für mich Lebensqualität. Es beschert wunderbare Abende, Begegnungen mit Künstlern und Kunstbeflissenen, nachhaltige Eindrücke. Einfach toll!“ Pia Heim

“Ohne das Theater Magdeburg wäre unsere Stadt unvollständig!“
Sylvia Braunschweig, Marketing MVB

“Ohne das Theater Magdeburg wäre…meine Geburts- und Heimatstadt so leer, wie ein ausgetrockneter Fluss!…” Eine Landeshauptstadt ohne Theater kann es einfach nicht geben und deshalb stimme ich für dessen Erhalt!
Steffi Kusig (57 Jahre alt, Personalbüro mvb)

Wir besuchen gern Theatervorstellungen, weil wir mit jungen und jüngeren Menschen zu einem gemeinsam gesehenen Stück ins Gespräch kommen. Das hält uns lebendig. Das Stück »Hamlet in Magdeburg« hat anspruchsvolle Texte, die uns sehr angesprochen haben. Wir hoffen, dass noch viele Magdeburger dieses Stück sehen können.
Ingrid und Bruno Krayl (81 und 86 Jahre alt)

Theater ist für mich Kommunikation in den verschiedensten Ebenen: hinter und auf der Bühne und endet nicht nach der Vorstellung, sondern setzt sich fort in wieder verschiedenen Ebenen und eröffnet neue, andere Gedanken und Beziehungen. Es rollt wie eine Welle. Diese Bewegung ist weder messbar noch verzichtbar. Durch das Projekt »Hamlet in Magdeburg« habe ich erlebt, wie differenziert Inhalte, die aus dem Persönlichen herausgehen, erarbeitet werden. Es war beeindruckend, wie viele Themen  am Schauspielhaus zur gleichen Zeit gestaltet werden und mit welcher Frische sie umgesetzt werden. Ich bin neugierig auf mehrere Stücke z.B. »Der Besuch der alten Dame«, »An kalten Tagen bitte Türen schließen«, »Der Reigen« und den Literaturklub, das Musiktheater.
Gisela Müller, Mitwirkende bei »Hamlet in Magdeburg«

Wir sind stolz auf unser Stadttheater Magdeburg! Unser Theater Magdeburg schafft  es, trotz immer weniger Geld,  ein Publikum von 8 bis 80 mit  künstlerisch hochwertigen und sehenswerten  Inszenierungen zu begeistern. Wenn die Kunst nicht auf der Strecke bleiben soll, muss sich neben der Stadt Magdeburg  auch das Land für das Theater seiner Hauptstadt mit einer  verstärkten Förderung engagieren.
Beatrix Franzkowiak, Vorsitzende Förderverein

Darum Theater Magdeburg! Theater verzaubert, überwältigt, bringt zum Lachen oder Nachdenken: Da brummt und flötet das Orchester den Karneval der Tiere, Max und Moritz wird hinreißend getanzt, und der Räuber Hotzenplotz rollert seine Beute mit dem Hackenporsche durch den Wald. Dann die legendären Nachtschichten – Gesang, Slapstick, Lesung, Hörspiel gar… Das Magdeburger Theater geht auf sein Publikum zu und bindet es ein – Jugendclub und Laientheater, Literatur AG und Lehrerfortbildungen. Die Landeshauptstadt ohne Stadttheater? Undenkbar!
Gisela Graf, MD, Lehrerin und Laiendarstellerin (Woher Wohin, 2010)

Als passionierte Konzert-,Opern-und Theaterbesucherin schätze ich besonders die Qualität der Magdeburgischen Philharmonie. Es ist beglückend zu verfolgen, wie sich gerade unter dem neuen Generalmusikdirektor Kimbo Ishii-Eto eine neue Klangkultur zu entwickeln beginnt, die noch viele aufregende Abende verspricht. Im Sinfoniekonzert im April konnte der erste Konzertmeister Yoichi Yamashita seine außergewöhnlichen Fähigkeiten einmal mehr unter Beweis stellen. Diesmal sogar einer noch breiteren Öffentlichkeit, da das Konzert vom MDR aufgenommen und übertragen wurde. Magdeburg kann stolz auf sein Orchester sein. Die Landeshauptstadt Magdeburg wäre ohne Theater trostlos.Viele Menschen identifizieren sich mit Kultur. Die Kultur, insbesondere das Theater ist ein wichtiger Standortfaktor.Ich finde die Bewerbung Magdeburgs als Kulturhauptstadt eine gute Idee, weil Magdeburg auf jeden Fall das Potenzial dafür hat und die Künstler aller Couleur in Magdeburg es verdient haben, mehr Aufmerksamkeit für Ihre tolle Arbeit zu bekommen.
Dr.Katrin Neumann, Vorsitzende der Philharmonischen Gesellschaft

Theater ist Fantasie, Jugendlichkeit, Kultur – Eine Kultur, der sich über 150 Jugendliche angeschlossen haben. Der Theaterjugendclub Magdeburg zählt zu den erfolgreichsten Deutschlands. Für das Jugendmusical „Im Osten geht die Sonne auf“ haben wir viele der talentierten KünstlerInnen gewonnen. Ihre Kreativität, Motivation und Begeisterungsfähigkeit ist ansteckend. Eigenschaften, die auch künftig die Magdeburger Kulturszene bereichern müssen.
Projektbüro Jahr der Jugend 2011 (Marcus Lahn, Kevin Lüdemann, Julia Wartmann)

Warum Theater?

Wir brauchen Theater immer und überall, doch gerade auch hier in Sachsen-Anhalt. Wenn immer wir von Bildungsnotstand, Illiterati, flacher Unterhaltungskultur reden, sollten wir uns fragen, wodurch eine breitere Masse auf höherem Niveau unterhalten werden kann. Und nichts außer dem Theater, das seine BesucherInnen nicht nur aus den Reihen einer so genannten Bildungselite anzieht, fällt mir sogleich dazu ein. Was sonst kann so erfolgreich mit Klassikern locken? Wo sitzen Anzugträger, sexy aufgestylte Teenager und unkompliziert gekleidete Mittzwanziger so einträchtig nebeneinander? „Hamlet“ und „Faust“ sind vielleicht für AbiturientInnen und Studierende Pflichtlektüre, doch kaum jemand noch versucht sich privat damit zu unterhalten. Eine neue Inszenierung dieser Stücke am Theater inspiriert jedoch auch Leute, deren Buchausgabe von „Faust“ längst verstaubt ist. Der Reiz des Theaters, gerade des hiesigen, besteht darin, dass es viele Menschen an der Bildungskultur partizipieren lässt, ohne dabei den Hauch von Schwere oder Langeweile auszustrahlen, den so viele Stadttheater mit einer enggefassten Klientel haben. Kaum jemand kann sich dem besonderen Flair der Bühnenkunst entziehen, die immer noch einen inspirativen Kontrapunkt zu Kino, Internet und Fernsehen bietet. Wenn ich meinen Studentinnen anbiete, mit mir fakultativ eine Theaterinszenierung anzusehen, wird diesem Vorschlag viel mehr Interesse geschenkt als dem Vorschlag eines Kinobesuches. Das wundert nicht, denn der besondere Reiz eines Theaterbesuches in Gesellschaft liegt in einer Art Austritt aus dem Alltag und der alltäglichen Medienwelt. Dass neben den Vorstellungen Veranstaltungen wie „Nachtschicht“ oder Poetry slams geboten werden, zieht eine ganz andere, unkonventionelle Gruppe von TheaterbesucherInnen an. Theater ist für viele wieder „in“, aufreibender und reizvoller als andere mediale Angebote, weil es die Zuschauenden direkt anspricht. Auch die von meiner Kollegin Sylvia Meyer und mir im letzten Mai organisierte Literaturnacht im Foyer des Schauspielhauses konnte durch das besondere Flair, das die Theaterbühne ausstrahlt, nur gewinnen. Blitzartig wurden die von StudentInnen verfassten Texte, anmoderiert von einer „echten“ Schauspielerin, nobilitiert und ihnen dadurch eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt, die off stage nicht zu erreichen ist. Denn das ist es, was die Bühne ausmacht. Sätze, die auf ihr gesprochen werden, erregen immer noch besondere Aufmerksamkeit und so gewinnen ästhetische Diskurse, die dem/der  NormalbürgerIn bis dahin verborgen blieben, plötzlich alltagsweltliche Relevanz. Vieles, was alltäglich rezipiert wird, wird augenblicklich vergessen. Der Eindruck einer Aufführung, das Lächeln einer Schauspielerin, der sich lösende Knopf an einem Kostüm und der Schweiß der DarstellerInnen sind in ihrem Eindruck nachhaltig, wie die Liebe zu einem auf der Bühne gesprochenen Satz, einem Bühnenbild, die Liebe zu „Sara“, „Gretchen“ „Ophelia“ oder die zum männlichen Hauptdarsteller eben auch. Diese Liebe ist einzigartig, weil sie – wie dem Begriff der Liebe eigentlich inhärent – nicht seriell reproduzierbar ist. Die Gunst der TheaterzuschauerInnen ist immer ehrlicher als die der Kinofans. Die Leinwand stellt eine Distanz zwischen ZuschauerIn und DarstellerIn auf unüberbrückbare Weise her, selbst wenn 3D uns die Bilder vor die Nase setzt. Der Zauber des Theaters ist dinglich, eben „live“. Theater in Sachsen-Anhalt muss sein. Gerade jetzt und immer. Denn wir brauchen diese Liebe.
Dr. Katja Kauer ,Kulturwissenschaftlerin

Ohne das Theater Magdeburg wäre dies keine Landeshauptstadt, die sich auch mit ihrer Universität kulturelle Breite und Internationalität auf die Fahnen geschrieben hat. Das Theater ist wichtig für die nationale und auch internationale Sichtbarkeit  -  abgesehen davon, dass ich selber dort gerne hingehe.
Prof. Helmut Weiß, Prorektor für Planung und Haushalt an der OVGU

Als ehemaliger, langjäriger Stadtrat, dort maßgeblich in seiner Fraktion für die Kultur zuständig und auch Mitglied des Theaterausschusse, weiß ich um die Schwierigkeiten der Landeshauptstadt, ihre Bühnen (Oper, Schauspiel und Puppentheater) adäquat zu finanzieren. Ohne die kontinuierliche Unterstützung des Landes (Theaterverträge) ist das, wie auch schon in der Vergangenheit, nicht möglich. Der Erhalt der Theaterszene aber ist in ihrem derzeitigen Umfang und auf dem gewohnten Niveau unverzichtbar. Schon allein der Umstand, daß in den vergangenen Jahren sehr viel Geld für die grundlegende Sanierung der Häuser aufgewendet wurde, verbietet es, an Reduzierungen quantitativ und insbesondere auch qualitativ überhaupt nur einen Gedanken zu verschwenden. Die Investitionsmittel wären unverantwortlich verschleudert.

Auch hat das Theater einen umfangreichen Erziehungsauftrag, der sich letztlich, wenn er denn realisiert wird, auch in gewissen gesellschaftlichen finanziellen Einsparungen niederschlägt: Theatergänger sind keine Gewalzttäter und Vandalen. Ohne ein vitales Theater entstehen an anderer Stelle gesellschaftliche Reparaturkosten.

Magdeburg ist Landeshauptstadt. Dieser Status verpflichtet die Stadt, aber auch das Land, für eine entsprechende kulturelle Ausstattung zu sorgen, wozu natürlich an vorderer Stelle auch die Theater gehören. Wir müssen uns im Wettbewerb mit Wiesbaden, Mainz, Kiel, Saarbrücken und anderen behaupten. Auch als Forschungs- und Wirtschaftsstandort brauchen wir eine reichhaltige kulturelle Szene, als deren Mittelpunkt die Theater gelten können, ohne andere Kultur- und Kunstformen damit abzuwerten.

Durch ein gut funktionierendes Zusammenspiel zwischen Rat und Verwaltung und dort besonders dank eines rührigen Beigeordneten hat die Landeshauptstadt ein kulturelles Niveau aufgebaut, das jetzt nicht durch eine an der falschen Stelle den Rotstift ansetzende Haushaltspolitik aufs Spiel gesetzt werden darf.

Schließlich ist auch auf Magdeburgs hoffentlich erfolgende Bewerbung um den Titel einer Kulturhauptstadt Europas 2020 hinzuweisen, die erfolglos bleiben muß, wenn die Theaterlandschaft wackelt. Ich gehe davon aus, daß niemand unter den Verantwortlichen den dann eintretenden Prestigeverlust in Kauf nehmen will.
Thomas V e i l

Wir können viele Beispiele von unserer Theaterbegeisterung nicht nur für das Musiktheater, sondern auch für Konzerte, Schauspiel usw. nennen, müssen aber bekennen, dass wir ein bisschen Angst um zukünftige Kulturveranstaltungen haben, wenn wir von den Querelen um die Finanzierung hören. Man kann doch wirklich nicht nach Quoten bezahlen, sondern muss unbedingt die Qualität der unterschiedlichen Aufführungen berücksichtigen! Die Bezahlung nach Tarif darf nicht dazu führen, dass an Sparten oder Inszenierungen gespart wird. Das wäre eine schlimme Entscheidung auch in Hinsicht auf die Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas.
Edith und Horst Plümecke

Das Theater Magdeburg ist wichtig, weil nicht nur in meinen Augen, sondern auch in denen von Investoren die Theaterspielstätten für den Wirtschaftsstandort Magdeburg zu den sehr wichtigen sogenannten „weichen Standortfaktoren“ gehören.
Prof. Dr. med. Marcell U. Heim Blutbank Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R.

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